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Die Korrelation zwischen dem Preis für WTI-Öl und CAD/USD

Erdöl ist ein Rohstoff, der in fast allen Arten der Produktion vorkommt. Deshalb wird der Preis für Erdöl oft als Indikator für die wirtschaftliche Performance angesehen. Für einige Länder gilt dies besonders, z.B. für Kanada.
Das liegt hauptsächlich daran, daß Kanada Netto-Exporteur von Gütern ist und eine große Menge an Rohstoffvorkommen besitzt. So hängt auch die Wirtschaft Kanadas eng an dem Preis für das Erdöl der Sorte WTI.
Eine Möglichkeit diese Information zu nutzen, wäre die Auswertung von Intermarket-Korrelationen, mit der man versucht eine Währung wie den Kanadischen Dollar zu analysieren. Lassen Sie uns einen Blick auf diese beiden Märkte werfen und miteinander vergleichen.

Korrelation

Wie wir an diesen Wochencharts erkennen können, folgt der Kanadischen Dollar sehr eng dem Preis für das WTI. Jedes Mal wenn WTI ein Hoch erreichte und daraufhin gefallen ist, folgte der kanadische Dollar (erste und zweite vertikale Linie).
Dieser enge Zusammenhang wird durch die große Menge an Erdölexporten in die USA und in Länder wie Japan verursacht. Wenn also die Wirtschaft dieser Länder gut performt, steigt die Nachfrage nach Energie-Produkten und mit ihr der Preis für das WTI. Weil der kanadische Dollar im Laufe der Zeit eine Art Petro-Currency Status erlangte, sahen Investoren kanadische Bonds als sicher an und schoben die Nachfrage nach dem kanadischen Dollar an.
Wenn wir jedoch etwas genauer hinsehen, werden wir bemerken, dass seit ungefähr September 2012 der Preis für das WTI gestiegen ist während der kanadische Dollar nachgab (dritte vertikale Linie). Wie ist es zu der Umkehrung der positiven Korrelation gekommen?

Es gibt einige Überlegungen hierzu. Eine davon sagt, daß das QE3, das im September 2012 begann einen Effekt auf die Nachfrage nach kanadischen Bonds hatte. Investoren schichteten ihr Kapital von Anleihen in Aktien um. Eine andere Überlegung besagt, dass der kanadische Dollar aufgrund der engen Beziehung zum WTI-Preis überbewertet war. Dies Idee basiert auf der Kaufkaftparitäten-Theorie, die besagt, dass die Währung sich früher oder später zu ihrem fundamentalem Wert hinbewegt.

Wir glauben, dass QE3 die positive Korrelation gestört hat und seit dem das Tapering von der FED verkündet wurde und 2014 begann, diese Korrelation sich langsam wieder stabilisiert.

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Christian Habeck

Christian Habeck beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit diversen Finanzprodukten. Im Tagesgeschäft widmet er sich dem Forex-Handel, wohingegen Aktien mittelfristig im Swing-Trading mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo getradet werden. Seit neuestem gehören auch Binäre Optionen zu seinem Spezialgebiet.
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