Forex Spezial

Droht Facebook die Pleite?

Volksverhetzung: Zuckerberg auf der Anklagebank

Mark Zuckerberg, Erfinder und Chef von Facebook, wurde von zwei Rechtsanwälten zur Beihilfe bei Volksverhetzung angezeigt. Sein soziales Netzwerk teilt weiterhin Beiträge die gegen das deutsche Recht verstoßen. So lautet die Aussage der Anwälte Christian Solmecke und Chan-jo Jun. Wenn dieses Argument von der Justizbehörde bestätigt wird, könnte Zuckerberg in ein deutsches Gefängnis gehen. Die Möglichkeit dazu bestand durchaus bei seinem geplanten Besuch in Berlin am letzten Freitag.

 Ein ernstzunehmendes Thema

Folge mir:

Christian Habeck

Christian Habeck beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit diversen Finanzprodukten. Im Tagesgeschäft widmet er sich dem Forex-Handel, wohingegen Aktien mittelfristig im Swing-Trading mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo getradet werden. Seit neuestem gehören auch Binäre Optionen zu seinem Spezialgebiet.
Folge mir:

Christian Solmecke will Zuckerberg dann hinter Gittern sehen. Zumindest solange bis sein Unternehmen den Fehler eingesteht und in der Praxis an einer Umsetzung arbeitet. „Wir sind sehr zuversichtlich, mit unserer Strafanzeige auch erfolgreich zu sein, denn dieses Thema muss nicht nur angegangen werden – es muss endgültig geklärt werden.“

Das soziale Netzwerk wird in deutschen Kreisen immer stärker für rassistische Zwecke missbraucht. Bundesjustizminister Heiko Maas hatte Facebook schon im Herbst darauf hingewiesen und das hier dringend gehandelt werden muss. Eine Reaktion bestand darin die Initiative für Zivilcourage Online ins Leben zu rufen und dafür eine Million Euro bereitzustellen. Eine Bertelsmann-Tochter prüft zudem möglichst viele Beiträge auf Facebook ob diese rechtswidrig seien.

Doch dies war wohl alles mehr Schein als gelebte Praxis. Die beiden Rechtsanwälte zeigten auf, wie gering doch die Wirkung dieser Ideen gewesen sei. „Facebook verbreitet weiterhin Inhalte, die gegen deutsches Recht verstoßen. Insgesamt haben Chan-jo Jun und ich über 300 Fälle gesammelt, die jeweils gegen deutsches Recht verstoßen, aber angeblich nicht gegen die Facebook-Gemeinschaftsrichtlinien“, so Solmecke.

Facebook-Manager weigern sich

Denn in der Realität geschieht nichts. „Facebook-Manager weigern sich aber trotzdem noch heute, es anzuwenden.“ Die Rede ist von der deutschen Gesetzgebung. „Wenn wir linke oder rechte Gewaltaufrufe, Volksverhetzung, Verleumdungen, anonyme Hetzseiten oder Gewaltdarstellungen melden, bekommen wir von Facebook immer wieder die gleiche Antwort: Es verstößt nicht gegen unsere Gemeinschaftsrichtlinien“, so Chan-jo Jun.

Deutsche Manager und die drei Chefs der Facebook Germany GmbH wurden bereits angezeigt, jedoch erfolglos. Deshalb will man nun die Aktion ausweiten und zielt neben weiteren Managern im Ausland auch auf Mark Zuckerberg. Selbst dem habe man schon Screenshots per Einschreiben und dann an deren Anwälte geschickt. Doch die erhoffte Reaktion blieb aus.

„Da die Staatsanwaltschaft ganz offensichtlich gegen die Facebook-Verantwortlichen der deutschen GmbH nicht ermitteln will, haben wir nun Strafanzeige gegen Facebook-Chef Mark Zuckerberg persönlich erstattet“, erklärte Solmecke.

150 Millionen Euro Bußgeld beantragt

Solmecke und Cahn-jo Jun fahren nun also große Geschütze auf. Dazu zählt auch der Antrag auf ein Bußgeld in Höhe von 150 Millionen Euro gegen die Facebook-Betreiber in Dublin und Menlo Park. Denn Sie vermuten wie beim Fall Siemens, dass hier im Hintergrund Schmiergeldzahlungen erfolgen, damit Facebook weiterhin die Verbreitung rechtwidriger Inhalte zulässt. Siemens musste damals eine Milliarde Euro zahlen, was dem Nutzen der Aktion entsprechen sollte.

„Facebook hätte das Geschäft einstellen müssen, wenn sie es nicht schaffen, das Gesetz einzuhalten. Kein Unternehmer in Deutschland kann sich damit herausreden, überfordert zu sein und weiter Geld verdienen“, so Solmecke weiter. Die Berechnung erfolgte hier auf dem seit August in Deutschland eingenommenen Umsatz. Facebook hat sich in seinen Augen schon etwas dem deutschen Druck gebeugt, aber es fehlt noch an einer konsequenten Einstellung gegen bestimmte Inhalte.

Einschätzung zur Aktie

Erstaunlicherweise hält sich der Kurs der Aktie noch sehr gut. Wenn man bedenkt, welche Auswirkungen solche News auf die Kursverläufe von Aktien haben können, so scheinen die Anleger noch sehr entspannt und besonnen zu reagieren. Und nicht nur aus Deutschland droht Ungemach. Immer mehr Staaten schalten die Plattform entweder ganz oder teilweise ab. So etwa wird Facebook in China hinter einer riesigen Firewall versteckt gehalten und in Indien werden dem Unternehmen immer wieder Verstöße gegen die Regeln zur Netzneutralität vorgeworfen. So rückt das erklärte Ziel von Zuckerberg, nämlich in einigen Jahren fast die ganze Welt mit Facebook vernetzt zu haben, erst einmal im weite Ferne.

Facebook Aktie

Noch ist der Aufwärtstrend intakt , Quelle: Tradingview

Aus charttechnischer Sicht ist der anhaltende Aufwärtstrend jedoch noch voll intakt. Der Kurs notiert über der Ichimokuwolke und es gab ein golden Cross von Kijun Sen und Tenkan Sen. Und auch der Chikou Span notiert über seinem Kerzenkörper. Wer die fundamentalen Überlegungen ausblenden kann und der Meinung ist, dass Zuckerberg mit einem blauen Auge davonkommen wird, dem bieten sich im aktuellen Chartbild gute Einstiegschancen. Wer die News jedoch ernst nimmt, der könnte mit einem CFD von GKFX auf fallende Kurse setzen und von einem möglichen Kurseinbruch überdurchschnittlich hoch profitieren. Hier sollten jedoch weitere charttechnische Anzeichen beachtet werden; ein solches Zeichen wäre beispielsweise ein Bruch der Kumo nach unten.

Bildquelle: Pixabay

Search