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Was sind Binäre Optionen?

WAS SIND BINÄRE OPTIONEN?

Was sind Binäre Optionen?Der Handel mit Binären Optionen ist für viele Trader beinahe alltäglich geworden. Der Grund hierfür ist die hohe Flexibilität und geringe Laufzeit des Finanzprodukts. Mit der Hilfe von Binären Optionen können unterschiedlichste Handelsstrategien entwickelt werden. Bevor Trader jedoch anfangen, mit Binären Optionen bei einem Broker zu handeln, sollten grundlegende Informationen über das Finanzderivat eingeholt werden. Es gilt dabei zunächst zu klären, was Binäre Optionen überhaupt sind.

Binäre Option – Definition und Varianten

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Christian Habeck

Christian Habeck beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit diversen Finanzprodukten. Im Tagesgeschäft widmet er sich dem Forex-Handel, wohingegen Aktien mittelfristig im Swing-Trading mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo getradet werden. Seit neuestem gehören auch Binäre Optionen zu seinem Spezialgebiet.
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Binäre Optionen zählen zu den Finanzderivaten und fallen in die Kategorie der Termingeschäfte. Sie beziehen sich dabei auf einen bestimmten Basiswert, in der Regel meist auf Indizes, Aktien, Währungspaare oder Rohstoffe. Anleger können mittels der Binären Option auf einen Fall (Put-Option) oder Anstieg (Call-Option) des Kurses eines solchen Basiswertes setzen. Tritt das Ereignis ein, so erhält der Trader einen bestimmten Geldbetrag. Entwickelt sich der Basiswert anders als geplant, ist das eingesetzte Kapital verloren.

BDswiss Basiswerte

Über 170 verschiedene Basiswerte können bei BDSwiss gehandelt werden

Binäre Optionen gibt es in unterschiedlichen Varianten. Folgende Formen lassen sich unterscheiden:

  • Amerikanische Option:
    Das prognostizierte Ereignis muss während der Laufzeit der Binären Option eintreten.
  • Europäische Option:
    Das prognostizierte Ereignis muss genau am Ende der Laufzeit der Binären Option eintreten.
  • Knock-In:
    Der Trader setzt hierbei beispielsweise darauf, dass sich der Kurs eines Basiswertes positiv entwickeln wird. Bis zum Ende der Laufzeit oder während dieser muss der Kurs dann erreicht oder durchbrochen werden, damit der Trader gewinnt. Selbiges gilt für den Fall, dass auf fallende Kurse spekuliert wird. Auch das ist mit Binären Optionen möglich
  • Knock-Out:
    Beim sogenannten Knock-Out wird darauf gesetzt, dass die Binäre Option eine bestimmte Schwelle nicht unterbietet. Bei einer Call-Option liegt die Schwelle zu Beginn unterhalb des Basiswerts. Der Trader profitiert folglich von steigenden oder auch nahezu stagnierenden Kursbewegungen. Bei einer Put-Option profitiert er hingegen von fallenden oder stagnierenden Bewegungen. Es ist auch möglich, eine bestimmte Range festzulegen, innerhalb sich der Kurs bewegen muss. Durch dieses Prinzip ist es möglich, auch in ruhigen Marktphasen mit Binären Optionen zu handeln.

Für gewöhnlich werden Binäre Optionen als Knock-In in der europäischen Variante eingesetzt.

Die Geschichte des Handels mit binären Optionen

Der Handel mit Binären Optionen ist vergleichsweise jung. Erst ab 2008 ist das Finanzprodukt überhaupt auf den Märkten zulässig. Mittlerweile ist es unter Tradern äußerst beliebt und wird von vielen Brokern für Binäre Optionen angeboten.

Zeitpunkt Bemerkung
Vor 2007 Lange Zeit wurden Binäre Optionen außerbörslich gehandelt. Für den Handel gab es keinen liquiden Markt und – viel entscheidender – keine Regulierung. Dubiose Broker nutzten die Freiräume für Manipulationen.
2008 Die Manipulationen machten die US-amerikanische Securities and Exchange Comission auf Binäre Optionen aufmerksam. Um das Finanzprodukt besser überprüfen zu können, wurden ab Mai 2008 Cash-Or-Nothing Binäroptionen am American Stock Exchange angeboten.
2012 Viele Broker für Binäre Optionen waren und sind auf Zypern ansässig. Um der damaligen Entwicklung gerecht zu werden, führte die Cyprus Securities and Exchange Comission (CySEC) die Regulierung von Binäroptionen und deren Anbietern ein
2013 Ein Jahr später zog auch Malta nach. Bis dato wurden Binäre Optionen noch von der Glücksspielbehörde verwaltet. Seit 2013 gelten Binäre Optionen allerdings als Finanzinstrumente im Sinne der EU-Richtlinie MiFiD.

Einsatzgebiet und Laufzeit von Binären Optionen

Für Trader ist es von entscheidender Bedeutung, wann und wie ein Finanzprodukt eingesetzt werden kann. Binäre Optionen sind grundsätzlich sehr kurzfristig angelegt. Sie verfügen über eine feste Laufzeit, bis zu deren Ende ein bestimmtes Ereignis eingetreten sein muss. Folgende Laufzeiten sind bei vielen Brokern verfügbar:

  • 60 Sekunden
  • 5 Minuten
  • 20 Minuten
  • 60 Minuten
  • Einen Handelstag / bis zum Ende des Handelstags
  • Wochenweise
  • Monatsweise
BDSwiss Rendite

Laufzeiten ab 60 Sekunden und Gewinne bis 500% sind bei BDSwiss möglich

Die beiden letzten Zeitfenster sind dabei relativ ungewöhnlich. Die meisten Binären Optionen werden nur einige Minuten oder maximal eine ganze Stunde lang gehalten. Interessant sind die Finanzderivate deshalb für recht erfahrene Anleger. Diese können auch auf kurze Sicht recht genaue Prognosen über die künftige Marktentwicklung erstellen. Kleinanleger profitieren aber insofern von Binären Optionen, als dass das Finanzprodukt selbst sehr transparent gestaltet ist.

So läuft der Handel mit Binären Optionen ab

Ein beispielhafter Trade soll verdeutlichen, wie mit den Finanzderivaten gehandelt wird. Nachfolgende sei der Trade kurz beschrieben:

  • Positionsgröße von 500 Euro
  • 92 % Gewinnauszahlung beim Broker
  • Keine Verlustabsicherung
  • Laufzeit bis zum Ende des Handelstags
  • Call-Option auf den DAX
  • Der Dax liegt zum Zeitpunkt der Positionseröffnung bei 9.532 Punkten

Für eine Binäre Option ist die Positionsgröße schon verhältnismäßig groß. Bei vielen Brokern liegen die Mindesteinsätze bei lediglich 25 Euro, teils sind schon Sonderangebote ab einem Euro verfügbar. Für den beispielhaften Trade ergeben sich nur zwei Möglichkeiten:

  1. DAX liegt über 9.532 Punkten
    Die Kursschwankungen des DAX betragen über einen Tag betrachtet schon mal mehrere Prozentpunkte. In guten Tagen gewinnt der DAX zwischen 4 und 6 % an Wert. Der Trader hat nicht nur im Gefühl, dass der heutige Handelstag positiv ist, sondern macht das an einer Reihe von Indikatoren fest. Dazu können unter anderem Chartanalysen oder eine Analyse wichtiger wirtschaftlicher Kennzahlen genutzt werden. Schließt der DAX am Handelstag über 9.532 Punkten, macht der Trader Gewinn. Es ist dabei irrelevant ob der DAX bei 9.533 oder 10.000 Punkten schließt. Die insgesamt 460 Euro erhält der Anleger in jedem Fall. Diese berechnen sich als eingesetztes Kapital * prozentuale Gewinnauszahlung. Zusätzlich erhält er natürlich seinen Einsatz in Höhe von 500 Euro zurück.
  2. DAX liegt unter 9.532 Punkten
    Es kann natürlich auch vorkommen, dass der Trader falsch liegt. Begründet ist das häufig in überhasteten Positionseröffnungen und unzureichender Informationseinholung. Aber auch bei fundierter Analyse kann es dazu kommen, dass sich der DAX anders entwickelt als gedacht. Da der Trader keine Verlustabsicherung abgeschlossen hat, ist das eingesetzte Kapital anschließend weg. Wer allerdings stets nach einer fundierten Strategie agiert, wird langfristig Gewinne erzielen.

Fazit: Binäre Optionen sind transparent und flexibel

Binäre Optionen sind ein noch vergleichsweise junges Finanzprodukt. Dennoch ist das Finanzderivat auch für Kleinanleger sehr interessant. Das liegt vor allem daran, dass sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse gesetzt werden kann. Dem Handel sollte dabei allerdings immer – wie bei anderen Finanzprodukte auch – eine ausgereifte Strategie zu Grunde liegen. Zudem empfiehlt sich ein Brokervergleich, um den Anbieter mit der höchsten Rendite zu finden.

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